Salzburg Recital 3
Ein interdisziplinäres Kunstprojekt, das sich zentralen Begriffen in der Arbeit des kanadischen
Pianisten Glenn Gould und des Komponisten John Cage wie Variation, Performance, Stille,
gedanklicher Dialog und Simultanität widmet.
In vielen Aspekten stehen Gould und Cage einander wie Antipoden gegenüber: dies betrifft das
Eintreten für Livekonzert oder für Aufnahmetechnik, instrumentale Klangerzeugung oder Zulassen
aller Geräusche als Musikquelle, Partizipation oder alleinige Autorschaft. In anderen Projekten gibt
es jedoch überraschende Parallelen, z.B. in den „radio works", Klangcollagen aus musikalisch bearbeiteten
Aufnahmen, die als komplexe Klangkompositionen gestaltet sind. Im Spannungsfeld dieser gegensätzlichen
Positionen gibt es immer noch reichlich Gelegenheit, sich aktuell mit diesen Ideen auseinander zu setzen
und das darin enthaltene Pozential zu wecken.
Salzburg Recital 1 in London 1999 und Salzburg Recital 2 in Berlin 2004 waren "anniversary events" zu einem
Konzert Glenn Goulds bei den Salzburger Festspielen am 25. August 1959. Zu Salzburg Recital 3 erweitert sich
das Projekt nun durch eine Ausstellung und Musikveranstaltungen im Berliner Kunstraum t27. Beiträge der visuellen
Kunst aus den Bereichen Malerei, Fotografie, Video, Installation und Objektkunst (Antje Gerhardt,
Anke Göhring, Jorge Lopes, Viola Lopes und Christian Mayrock) treffen auf Musikaufführungen und
Improvisations-Performances (Manami N, SJWHT, M. Yoshida, S. Speyer, G. Espasa, Gerhard Uebele, Cathy van Eck)
und bieten Variationen über das Thema „Gould meets Cage and they have a little conversation“.
Weitere Informationen auf
www.kunstraumt27.de